„Meine Frau schreibt auch ein bisschen“

Was treibt Schriftstellerinnen zum Schreiben? Womit kämpfen sie im Alltag? Wie werden sie wahrgenommen? Die ZEITmagazin-Redakteurin Ilka Piepgras hat ein Buch mit Essays herausgegeben, in denen Autorinnen diesen Fragen nachgehen. Es sind 23 Texte von Autorinnen wie Anne Tyler, Joan Didion und Siri Hustvedt, die zum Teil erstmals ins Deutsche übersetzt wurden, sowie neue Texte deutscher Autorinnen wie Katharina Hagena, Elfriede Jelinek und Sibylle Berg. Ich habe mich mit der Herausgeberin über ihre sehr lesenswerte Auswahl unterhalten.

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Porträt der Künstlerin als junge Frau

„Und?“ sagt er, bevor ich zu weit von ihm weggelangen kann, „was macht der Roman?“ Er sagt es, als wäre das Wort meine Privaterfindung. […] Wieviele Seiten hast du jetzt schon?“

„Sowas wie zweihundert.“ Ich bleibe nicht stehen. Bis zu dem Anbau an der Garage sind es nur noch ein paar Schritte.

„Weißt du“, er stößt sich von seinem Auto ab, wartet, bis er meine volle Aufmerksamkeit hat, „ich staune nur immer wieder, dass du glaubst, du hättest etwas zu sagen.“

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