Dienstmädchen für ein Jahr von der Norwegerin Sigrid Boo ist ein Roman, der mich an Irmgard Keun und an Jane Austen erinnert – eine ganz tolle Mischung. Das Buch ist von 1930, war damals ein großer Erfolg und wurde gleich dreifach verfilmt, einmal davon in Hollywood. Außerdem bringt der mare Verlag vier hübsche kleine Leinenbände mit Erzählungen klassischer Autorinnen heraus, eine davon In der Bucht von Katherine Mansfield, deren Erzählungen ich immer wieder lesen könnte, sie sind in jeder Hinsicht großartig.
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Über eine alleinerziehende Mutter von vier Kindern in den 1920er Jahren, über eine junge Hexe, die während des Ersten Weltkriegs auf einer Insel in der Themse lebt, und über eine Frau, die in den 1980er Jahren mit ihrem Anwaltsgatten und ihren Kindern in der New Yorker Park Avenue ein Vorzeigeleben führt, bis sie sich in einen anderen Mann verliebt. Die drei neuen Bände der von mir und Magda Birkmann herausgegebenen Reihe rororo Entdeckungen, in der wir in Vergessenheit geratene Autorinnen neu herausbringen, stammen von Liesbet Dill, Stella Benson und Laurie Colwin.
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Nachdem es im Blogbeitrag Meine Lieblingsromane 2022 ausschließlich um Literatur von heute ging, sind diesmal die Klassikerinnen an der Reihe. In letzter Zeit haben sich einige Verlage der Wiederentdeckung vergessener Autorinnen gewidmet und tolle Projekte realisiert, und an einigen davon durfte ich auf die ein oder andere Weise mitarbeiten.
Riesig gefreut habe ich mich, als vor einem guten Jahr der Arche Verlag anfragte, ob ich Shirley Jacksons komischen Roman über ihr Familienleben aus dem Englischen übersetzen möchte, der inzwischen unter dem Titel Krawall und Kekse erschienen ist. Shirley Jackson (1916-65), die in den USA berühmt ist für ihre abgründige, mit Horrorelementen arbeitende Literatur, zeigt in diesem humorvollen Text über das Leben mit kleinen Kindern in den 50er Jahren eine ganz andere Seite. Der Frage, wie diese zwei so unterschiedlichen Facetten ihres Werks zusammenpassen, bin ich in einem Nachwort nachgegangen, das auch hier zu lesen ist. Ein Roman zum laut Lachen und zum Gruseln (weil sich so erschreckend wenig geändert hat), der die unterschiedlichsten Leser*innen begeistert, egal in welchem Alter und ob mit oder ohne Kinder.
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